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Während der Elternzeit als Redaktorin bin ich mit meinem Mann, meiner Tochter (ich nenne sie hier nach ihrem "Wunschnamen" Elisa, geb. Mai 2010) und meinem Sohn ("Brudi", so wurde er von seiner Schwester vor seiner Geburt genannt, geb. Juni 2014) von der Hansestadt an den Zürisee gezogen. Mittlerweile gehöre ich wieder zu den Working Moms und pendel mit den Kindern in den Ferien zwischen der Schweiz und Hamburg. Ich geniesse den Sommer in der Badi genauso wie am Nordseestrand, staune über die verschiedenen Kindergarten- und Kitamodelle und über meine Tochter, die schon nach kurzer Zeit perfekt Schweizerdeutsch spricht.

Freitag, 22. Januar 2016

Wandern mit kleinen Kindern - Praktische Tipps sowie Wanderwege im Kanton Zürich und in der Ostschweiz


Das Besonders Spannende an einer Auswanderung in die Schweiz ist für uns als Norddeutsche, dass man jedes Wochenende ein neues tolles Ausflugsziel in die atemberaubende Natur hat und es sich immer noch ein bisschen wie Urlaub anfühlt. Nun ist unsere Tochter nicht gerade eine begeisterte Wanderin, aber mit der richtigen Motivation und der Wahl von kindergeeigneten Wanderwegen haben wir auf unseren Strecken meist alle Spass. Wir wählen deshalb Wanderungen, die nicht länger als drei Stunden dauern. Während der Strecke planen wir dann noch zwei, drei kürzere und eine längere Pause ein. So sind wir in der Regel einen halben Tag unterwegs. Wichtig ist natürlich auch, dass es zwischendurch für Kinder interessante Dinge gibt oder uns ein tolles Ziel erwartet. Für ganz grosse Nörgel-Passagen habe ich übrigens – pädagogisch nicht besonders wertvoll – Gummibärchen dabei. Bei der nächsten Biegung oder dem nächsten grossen Zeichen auf einem Stein gibt es das nächste Bärli…

Wandern mit Kleinkindern – was beim Kraxenkauf zu beachten ist

Auch für Brudi muss die Wanderung natürlich bequem sein. Als Baby war er noch in der Baby-Trage dabei. Mittlerweile haben wir uns für unseren 11-Kilo-Mann eine Kraxe angeschafft. Man sollte diese aber erst nehmen, wenn das Kind wirklich schon von allein gut sitzen kann. So eine Trage ist zwar nicht ganz billig (ca. von 80 bis 300 Franken), ist aber auch für Drei- oder Vierjährige noch sinnvoll als Verschnaufspause für zwischendurch. Am besten zusammen mit dem Kind im Geschäft anprobieren.
Wir wählten eines der günstigseren Modelle für unter 100 Euro. Sie ist sehr leicht und kann mit Sonnen- bzw. Regendach verwendet werden.
Weitere Tipps zum Kraxen-Kauf habe ich hier gefunden:

Diese Wanderungen haben wir bisher unternommen:

Zwerg Bartli-Erlebnisweg

Die erste Begegnung mit Zwerg Bartli war eine Enttäuschung. Denn als naive Norddeutsche kamen wir zu früh. Ende Mai. Dass ein Grossteil des Weges wegen des Schnees noch gesperrt war, daran hatten wir Flachländer nicht gedacht. Töchterlein grummelte. Zum Glück trafen wir auf unserer kleinen Alternativ-Wanderung eine nette Frau, die sie auf ihrem Haflinger-Pony sitzen liess.
Foto
Nächster Versuch Ende Juni. Mit der Standseilbahn geht es ab Linthal ins autofreie Braunwald. Knapp vier Stunden (reine Laufzeit) dauert die Wanderung. Sie hat unsere Fünfjährige schon an ihre Grenzen gebracht, aber dank der 18 Bildtafeln, die die Erlebnisse vom kleinen Zwerg erzählen und vieler spannender Stationen hielt sie durch. Man kommt zum Beispiel an einem Zwergenschloss, einer Edelsteinplatte und einem Wasserspielplatz vorbei. Das Highlight war jedoch Tidis Hüsli, ganz am Ende der Wanderung. Es war so niedlich eingerichtet, dass Elisa gar nicht mehr weg wollte. http://www.braunwald.ch/de/familien/zwerg-bartli-wanderung

Elm : Höhenpass Obererbs - Ampächli

Die reine Wanderzeit beträgt knapp zwei Stunden. Auf dem Weg selbst gibt es zwar keine besonderen
Highlights für Kinder, doch als Belohnung nach der Wanderung winkt das Kinderparadies Ämpächli mit vielen spannenden Aktionen. Elisa war begeistert vom kostenlosen Ponyreiten, den Riesen-Trampolinen und der Goldmine. Brudi fuhr auf kleinen Baggern durch die Gegend und spielte im Sand.


Seewanderweg Wädenswil - Richterswil

Vom Hafen in Wädenswil geht es immer am See entlang Richtung Richterswil. Dauert etwa 75 Minuten. Der Blick auf den See und die Berge ist wunderschön. Aufpassen muss man allerdings an zwei Stellen, bei denen die breiten Stege direkt übers Wasser führen und nur an einer Seite mit Geländer versehen sind. Ich finde dieses Laufen über den See besonders reizvoll. Kleine Kinder sollten aber auf jeden Fall an die Hand genommen werden oder im Kinderwagen sitzen. Das Highlight: Der tolle Spielplatz am Richterswiler Horn mit angrenzendem Café (in den Wintermonaten geschlossen). Im Sommer ist die Sandkiste mit einem Sonnensegel überdacht.

Heidi-Wanderweg

In Maienfeld gibt es das Original-Heididorf, mit der Hütte von Heidis Grossvater, Streichelzoo und Museum. Elisa hat das Dorf sehr gut gefallen, uns war es etwas zu sehr belagert von Touristen aus aller Welt. Wahrscheinlich ist es der Hotspot auf Europa-Rundreisen von Asiaten.
Leider wurde mir zuvor von verschiedenen Leuten auf Nachfrage gesagt, dass man die Wanderung auf dem Heidi-Erlebnisweg auch mit dem Kinderwagen machen könnte. Ein grosser Irrtum, wie sich schon nach wenigen Metern herausstellte (und mal wieder naiv Norddeutsch!). Wir liefen dann noch etwa 15 Minuten den reizvollen Weg nach oben (es sollen sich dort auf 6 km 12 Stationen befinden), doch dann konnte Brudi nicht mehr laufen und wir ihn nicht mehr länger tragen (Die Kraxe hatten wir damals noch nicht gekauft). Und so wurde nichts aus der Wanderung. Etwas befremdlich war auch, dass plötzlich im Wald ein arabischer Tourist juchzend vor meiner blondzöpfigen Tochter stand und rief: „Oh, you are Heidi“! Das wäre ja noch niedlich gewesen, aber er strich ihr dann auch übers Haar und streichelte ihr über die Wangen, was sie dann doch etwas erschreckte.  
Ausser dem Erlebnis-Wanderweg mit 500 m Höhenunterschied gibt es auch einen 6,3 km Rundweg durchs Dorf. Und dieser soll wohl wirklich Kinderwagen tauglich sein.

To be continued….

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